Protokollübersicht: KR-062
Erstellt: 2026.03.11
Version 1.0
Calendula officinalis
Master-Monographie – Institutstandard (Q-Matrix)
Familie: Asteraceae
Verwendete Pflanzenteile: Blüten (Calendulae flos)
Relevante arzneistoffbezogene Inhaltsstoffe
– Triterpensaponine
– Triterpenalkohole (Faradiol)
– Flavonoide
– Carotinoide
– Ätherisches Öl (geringe Mengen)
Leitsubstanzen sind triterpenhaltige Fraktionen mit antiinflammatorischem Potenzial.
Q1 – Gerinnung
Keine konsistent belegte klinisch relevante gerinnungshemmende Wirkung.
Q2 – CYP-System
Keine gesicherte klinisch relevante CYP-Modulation.
Q3 – CNS
Keine primäre zentrale Wirkachse.
Q4 – Immunsystem
Antiinflammatorische Effekte gut präklinisch belegt.
Keine systemische Immuntherapie.
Q5 – Kardio
Keine relevante kardiovaskuläre Achse.
Q6 – Renal
Keine relevante renale Achse dokumentiert.
Q7 – Gastro
Oral selten angewendet.
Gelegentlich Magenreizungen möglich.
Q8 – Endokrin
Keine hormonelle Wirkachse belegt.
Q9 – Hämatologisch
Keine primäre hämatologische Toxizität dokumentiert.
Q10 – Dermatologisch (Primärachse)
Wirkprofil:
– Antiinflammatorisch
– Granulationsfördernd
– Epithelisierungsfördernd
Indikationen:
– Wundheilung
– Dermatitis
– Schleimhautentzündungen
– Leichte Verbrennungen
Risiken:
– Kontaktallergien (Korbblütler-Sensitivität)
– Selten Hautreizungen
Pharmakokinetische Hinweise
Topische Anwendung primär relevant.
Wässrige vs. alkoholische Extrakte unterscheiden sich im Wirkprofil.
Nicht gleichzusetzen: Tee ≠ Salbe ≠ Tinktur.
Risikogruppen
– Korbblütler-Allergie
– Offene tiefe Wunden ohne ärztliche Abklärung
Methodische Einordnung
Ringelblume ist gut etabliert in der topischen Anwendung.
Evidenz moderat bei entzündlichen Hautzuständen und Wundheilung.
Systemische Relevanz gering.
Quellen
EMA Herbal Monograph: Calendula officinalis L., flos.
ESCOP Monographs.
WHO Monographs on Selected Medicinal Plants.
Preethi KC et al. Calendula and wound healing – review.